Vom Zettelmanuskript zum Rohmanuskript

Die Satz- und Korrekturanweisungen der Duden-Taschenbücher nennen so die erste Stufe auf dem Weg zur fertigen Druckvorlage. Aus eigenen Gedanken, Beobachtungen und Zitaten erstellt der Autor eine lose Materialsammlung, die bereits die Umrisse seines Werks enthält.

Der Weg vom Zettelmanuskript zum Rohmanuskript ist dann die kreative Phase des Autors; sie beginnt mit der Gliederung des Werks, die öfters umgestaltet werden wird, mit den Literatur-Recherchen, mit der Niederschrift einzelner Abschnitte, die, mehr oder weniger ungeordnet, den Fundus für die weitere Arbeit bilden und die anfänglichen Hemmungen überwinden helfen, die zu Beginn jeder Manuskriptarbeit vorhanden sind. Das Schreiben müssen kann sich dann zum engagierten Schreiben wollen steigern.

Was macht der Typoskript-Service?

Soll der Autor bereits in dieser kreativen Phase an die Druckvorlage denken? Der Autor weniger, doch umso mehr der Typoskript-Service: Er kann sehr früh unterstützend eingreifen. Heute kann man davon ausgehen, dass jeder Autor einen Computer benützt und dass dieser bereits von Anfang an auch eingesetzt wird. Die Zeiten, in denen Manuskripte zunächst mit der Hand geschrieben und dann in die gute, alte Schreibmaschine eingetippt wurden, sind vorbei.

Der Typoskript-Service richtet die Textbearbeitungsprogramme für die Manuskript-Phase ein, legt eine Dokumentvorlage fest, die alle Teile der endgültigen Druckschrift berücksichtigt, als da sind die so genannte Titelei mit der Innenseite, dem Innentitel, dem Impressum und der Widmung, das Vorwort, das Inhaltsverzeichnis, der Textköper mit seiner Überschriften-Hierarchie, der Anhang, und nicht zuletzt das Literaturverzeichnis, die Register und das Nachwort. Richtlinien für diese gestalterische Aufgabe ist das Corporate Design des Verlags, in dem das Werk verlegt werden wird oder soll. Sind hier Freiräume vorhanden, wird sie der Typoskript-Service - in Vereinbarung mit dem Autor - füllen, und zwar durch Layout-Vorschläge, Schriftenauswahl für Überschriften, Fließtext, sowie Bildunterschriften und Legenden, Gestaltung der festen und lebenden Kolumnentitel. Dies gilt z. B., wenn eine Ausarbeitung im Selbstverlag erscheinen oder das Typoskript einem Verlag vorgestellt werden soll.

Während der kreativen Phase entstehen Skizzen für Diagramme, Grafiken; der Bedarf an Sonderzeichen oder speziellen Schriften wird konkretisiert. Hier kann der Typoskript-Service wesentliche Vorarbeiten leisten, in Layout und Gestaltung druckreife Vorschläge ausarbeiten und somit viel Zeit sparen, die in den üblichen Verfahren erst nach dem Feinmanuskript bei der Satzherstellung anfällt und sehr kostenintensiv ist. Änderungen und Verbesserungen sind - bei einem gewissen Reifegrad der Skizze - ähnlich schnell in die Entwürfe eingearbeitet wie in Text.

Das Rohmanuskript wächst in einen Zustand, der bereits viel Ähnlichkeit mit der endgültigen Druckschrift hat. Noch sind zwar einzelne Kapitel, die Anhänge und Register zu Paketen zusammengefasst, doch Kapitelnummerierungen sowie Verweise im Text auf Diagramme und Bilder passen sich automatisch an und bleiben stets aktuell. Diese Paketierung erleichtert Ergänzungen und Verbesserungen und wird erst am Ende der Manuskript-Arbeit aufgehoben.

Das Rohmanuskript ist nun bereit