Datensicherung

ist ein Kapitel für sich, und eines der wichtigsten, wenn es um terminierte Arbeiten geht. Und welche Arbeiten sind dies nicht? Viele Mühen werden von Softwareherstellern aufgewendet, um die Datensicherung bei Pannen in den Griff zu bekommen und sie dem Anwender so bequem wie möglich zu machen. Drei Pannen-Typen können wir unterscheiden:

  1. Flüchtigkeitsfehler: Versehentliches Überschreiben, Löschen, Ändern und Speichern von Dokumenten oder Teilen von ihnen.
  2. Stromausfall: Plötzlich ist der Bildschirm dunkel und nichts geht mehr.
  3. Der GAU, der Größte Anzunehmende Unfall, der noch beherrscht werden soll: Der Computer-Crash, und nur der Fachmann weiß, woran es liegt.

Der Flüchtigkeitsfehler
ist wohl die häufigste Panne, und sie tritt am schmerzlichsten auf, wenn der Abgabetermin im Nacken sitzt, Augen und Finger nervös werden lässt. "Hätte ich wenigstens die alte Version!" heißt dann der Stoßseufzer. Moderne Textprogramme bieten die Option, sie als Sicherungskopie aufzuheben, oft mit dem Suffix .bak, oder .sik. Mit jedem Befehl Speichern wird die vorhergehende Version aufgehoben und kann nötigenfalls wieder geholt werden.

Der Stromausfall
ist bei modernen Programmen keine Panik wert, denn in bestimmten Zeitabschnitten sichern sie automatisch den gerade aktuellen Stand (wenn die Funktion in der Optionsliste eingestellt ist). Wird das Textprogramm nach einer Störung wieder gestartet, so wird das wiederhergestellte Dokument sofort geöffnet und angezeigt. Der Anwender kann entscheiden, was er tun will: in der Regel wird er es unter dem alten Namen abspeichern, kurz kontrollieren, welche Änderungen der letzten 10 - 15 Minuten verloren gegangen sind, die Arbeit fortsetzen und den Vorfall vergessen.

Der GAU
ist nicht so häufig, aber ohne Vorsorge kaum beherrschbar. Das Neuschreiben des Werks ist dabei wohl das kleinere Übel, aber die Folgen - tritt der GAU im ungünstigen Augenblick auf - können sich zur Katastrophe ausweiten. Die Liste der Ereignisse, die zum GAU führen kann, ist lang und hängt von der Zuverlässigkeit des Computers und des Druckers ab, aber auch vom eigenen Optimismus oder Pessimismus. Die Vorsorgemaßnahmen sind reine Selbstdisziplin.

Die Betriebssysteme stellen Datensicherungsprogramme zur Verfügung, die nicht nur das Sichern, sondern auch das notwendige Wiedereinspielen unterstützen.

Die Standard-Methode mit Disketten (oder CDs)

Das einfachste, aber - bei besonders umfangreichen Dokumenten mit Grafiken - zeitaufwändige Verfahren ist die Komplett-Sicherung: Benennen Sie drei Sätze Disketten mit A, B und C (oder kennzeichnen Sie sie durch Farben, z.B. Rot, Grün, Blau). Sichern Sie zyklisch alle Dateien ihres Dokuments (dazugehören auch eingebundene Dateien wie Dokumentvorlagen, Grafiken, Schriften) so, wie es in der Abbildung dargestellt ist, und notieren Sie jedes Mal auf jeder Diskette (respektive CD) die Namen Ihres Verzeichnisses und der Backup-Dateien, das Datum und die Reihenfolge der Diskette im Satz. Bei größeren Projekten sparen Sie Zeit, wenn Sie den Zyklus einer Komplett-Sicherung verlängern und zwischendurch nur geänderte Dateien sichern.

Ähnlich können Sie vorgehen, wenn Sie einen CD-Brenner ihr eigen nennen. Verwenden Sie dabei Rewritable CDs. Ist ein jeweiliger Sicherungslauf abgeschlossen, entfernen Sie die CD aus dem Computer und heben sie an einem sicheren Ort auf. Ein weiterer Vorteil dabei: Sie erhalten die gesamte Historie Ihrer Arbeit.

Haben Sie zwei Festplatten?

Vorneweg: Gemeint sind zwei physikalisch getrennte Festplatten, nicht zwei oder mehr "Laufwerke", die sich meist auf einer Festplatte befinden. Wenn Sie also zwei getrennte Festplatten besitzen, erklären Sie eine davon zur Back-Up-Platte und kopieren Sie zu sichernde Dateien in regelmäßigen Abständen von der Arbeitsplatte auf die Back-Up-Platte. Ein gleichzeitiger Festplatten-"Crash" von beiden Platten ist sehr unwahrscheinlich. Gegen den totalen Computerausfall allerdings hilft auch hier nur die Sicherung auf getrennten Datenträgern, z.B. Disketten oder CDs.